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Bangkok,
die Metropole Thailands, ist mit schätzungsweise 8
Millionen Einwohnern, inklusive aller regionaler Orte Bangkoks,
der Lebensnerv des Landes und zugleich der Motor der thailändischen
Infrastruktur. Die Thais selber gaben ihrer Stadt <bei der Gründung
der jetzigen Dynastie Chak-krie> den schönen Namen Krung
Thep, was zu Deutsch als Stadt der Engel übersetzt wird <und
nur den Anfang des aus 13 Beiwörtern bestehenden vollständigen
Stadtnamens bildet>. Noch heute ist auch diese Namensbezeichnung
in der Bevölkerung geläufiger als Bangkok. Es wird angenommen,
dass eine Verballhornung des thailändischen Namens Ban Makok
(der alte Name von Bangkok war Olivendorf) an der Namensgebung Bangkok
schuld ist.
Insgesamt gesehen ist Thailands Hauptstadt eine
pulsierende, verkehrsreiche, verschmutzte, übervölkerte,
aber auch schöne und moderne Großstadt mit allen bekannten
Schrecken und Schönheiten, die eine solche Weltmetropole heute
zu bieten hat. In der Regel wird Bangkok am schönsten, je weiter
man sich von der City entfernt, so der Volksmund. Dennoch gibt es
auch im Bereich des Stadtkerns vielerlei Sehenswürdigkeiten,
Inseln der Ruhe, unentdeckte Viertel, farbenprächtige Märkte
in verwinkelten Gassen, Eigenartigkeiten und den Flair einer typisch
asiatischen Atmosphäre für mutige Entdecker, neben den
zahlreichen und immer mehr zunehmenden Einflüssen der westlichen
Welt.
Um Bangkok zu entdecken braucht man Tage, um es
zu erleben Wochen, und um die Stadt verstehen braucht man Jahre.
Gehen Sie mit mir auf Entdeckungstour.
Die Chitralada Residenz
In
den umgrenzenden Straßen im Stadtbezirk Dusit liegt die schöne
Chitralada-Residenz. Sie präsentiert den einstigen Sommerpalast
von König Chulalongkorn und steht in einer etwa 1000 qm großen
Parkanlage mit zahlreichen, gepflegten künstlichen Seen. An
jedem Eckpunkt des Geländes stehen kunstvolle Springbrunnen
mit Sagengestalten aus dem späten Barock, <welche> auch
das große Kunstinteresse des damaligen Regenten wiederspiegelt.
Die ganze Anlage wird von einem künstlich angelegten Kanal
umsäumt.
Erwartungsvolle Touristen, die meinen hier einen
öffentlich zugänglichen Königspalast vorzufinden,
werden enttäuscht. Der Zutritt ist nur jenen gestattet, die
eine offizielle Einladung des Königshauses erhalten haben.
Zudem wurde der damalige Sommerpalast zu einer landwirtschaftlichen
Versuchsanstalt ausgebaut.
Tatsächlich ist hier das Zentrum der agrarwirtschaftlichen
Versuche, die vor allem den armen Bauern des Nordens und Nordostens
neue Anbaumöglichkeiten und/oder eine Fischzucht als Alternative
und Nebenerwerbsquelle bieten sollen. Uns so gibt es dort Experimentierstationen
für die Rinder-, Fisch- und Pflanzenzucht. Die beiden letzten
Zuchtarten gehören zu den wichtigsten Forschungsbereichen des
Königs. Viele Zuchterfolge pflegeleichter Fischsorten bereichern
heute etliche Seen und Flüsse des Landes. Dazu gehören
u.a. der Buntbarsch Tilapia und der Riesengurami. Sie sind eine
große Bereicherung in der Nahrungsversorgung der ländlichen
Bevölkerung. In der Pflanzenzucht werden unter anderem neue,
widerstandsfähige, schnell wachsende und nährstoffreiche
Reis- und Gemüsesorten getestet. Auch die Einführung ausländischer
Pflanzen aller Art wird hier im Institut unter tropischen Bedingungen
untersucht.
So darf es nicht verwundern, wenn in Thailand bereits seit vielen
Jahren nicht nur europäische Nadelhölzer in Nordthailand
gedeihen, sondern u.a. auch erfolgreich Äpfel, Erdbeeren, Weintrauben
und Kaffee erfolgreich angebaut werden.
Ist der Blick auch verwehrt, als Zaungast sollte man einen Blick
riskieren.
Der Siam Park
Einkaufen
und Sehenswürdigkeitsbesuchen macht müde. Unter
der Voraussetzung, dass Sie auch schon ausgiebig die thailändische
Küche genossen haben, sei es in einem der zahlreichen Restaurants
oder an einer der unzähligen Garküchen, können Sie
einen der Vergnügungsparks der Stadt besuchen.
Das die Thais eine besondere Beziehung zum Wasser haben, dürfte
schon immer so gewesen sein. Seit einigen Jahren wird dies auch
durch den Bau vieler Wasserparks, Wellenbäder und Vergnügungsparks
kapitalträchtig bewiesen. Einer der größten ist
der etwa 10 Kilometer vom Stadtzentrum Bangkoks entfernte Siam-Park
im Stadtbezirk Bangkok-Minburi. Dieser Vergnügungspark hat
eine Wasserfläche von rund 16.000 qm allein zum Baden und Planschen.
Als Erholungsgebiet <ist diese> künstlich angelegte
Idylle für jedermann, aber besonders für Familien geeignet.
Die Möglichkeiten zum Vergnügen sind nahezu unbegrenzt:
Wasserrutschen mit einer imposanten Länge und einer Höhe
von 21 Metern, Wellenbäder, Liegewiesen, Seen, sowie der Vergnügungsbereich
für Jung und Alt mit einem kleinen Zoo und Biergarten.
Wat Traimitr
Das Wat Traimitr verdankt seine Anziehungskraft und religiöse
Verehrung einem Zufall. Früher war er einer von vielen Wats
in Bangkok, der im Grunde wenig interessant war, denn gibt es doch
auch größere Wats in Bangkok.
Hier die Hintergrundgeschichte des Zufalles:
Die Firma East Asiatic Co. kaufte ein Grundstück, auf dem
eine große Buddha-Statue aus Ton und ein alter Wat stand.
Die Bedingung zum Grundstückserwerb war, dass die Statue samt
Wat weggeräumt werden müsse. Also besorgte man einen Kran
und versuchte damit die Buddha-Statue hochzuheben. Dabei riß
ein Seil und die Statue stürzte um. Sie wurde beschädigt
und ein größeres Stück brach zum Entsetzen der Beteiligten
ab. Zum Vorschein kam etwas <Glänzensschimmerndes>. Daraufhin
entfernte man vorsichtig den ganzen Tonbelag. Übrig blieb eine
Buddha-Statue mit mehr als drei Meter Größe. Und das
Sensationelle daran war, dass die Statue aus fast purem Gold bestand,
mit einem Gewicht von 5.500 Kilo (!). Der Ton war nur eine Hülle
gewesen.
Die Herkunft der wertvollen Statue ist noch immer nicht restlos
geklärt. Es wird vermutet, dass sie in der alten Hauptstadt
Ayuthaya oder gar Sukhothai gefertigt wurde. Als Eroberer das Land
und seine Kunstschätze bedrohten, verbarg man vieles unter
unscheinbaren Hüllen, so offenbar auch die goldene Buddha-Statue.
Wie sie nach Bangkok kam, ist bis heute ein Geheimnis geblieben.
Sie erreichen den Goldenen Buddha, der sich in oberen Teil eines
zweistöckigen Gebäudes befindet, über eine unscheinbare
Außentreppe. Das Wat ist nur tagsüber geöffnet und
liegt südwestlich vom Hauptbahnhof an der Charoen Krung Road.
Einkaufen
Bangkok ist auch ein Einkaufsparadies der Superlative. Im Grunde
kann man hier wirklich alles erdenkliche und nicht immer erdenkliche
kaufen, verkaufen und unter der Hand bekommen. Unzählige kleine
und große Märkte, gigantische Kaufhäuser und viele
kleine Geschäfte nehmen einen vollends in Anspruch, um die
Vielfalt des Warenangebots zu bestaunen. Doch auch in Thailand werden
die traditionellen Märkte immer mehr durch den Bau modernster
Kaufhäuser verdrängt. Aber es gibt immer noch genügend
Märkte, die für den überwiegenden Teil der Bevölkerung
der unentbehrliche Bestandteil der Lebensmittelversorgung darstellt.
Dadurch sind die seit Jahrhunderten etablierten Märkte immer
noch nicht ganz zu ersetzen.
Ich rate nur jedem, der die Gelegenheit zum Shoppen nutzen möchte,
dafür mindestens einen Tag einzuplanen. Weiterhin ist zu empfehlen,
dass man möglichst schon gegen 8.00 Uhr im Stadtkern ist, da
kurz danach bereits der Verkehr so zugenommen hat, dass ein Weiterkommen
viel zeit in Anspruch nehmen kann.
Die Märkte Bangkoks damals
Zur Regierungszeit Königs Chulalongkorn war der größte
Markt der Talat Sampeng, der mit rund 2 km Länge der Hauptmarkt
der damals 500.000 Einwohner zählenden Metropole Bangkoks war.
Es gab nicht nur viele einzelnen Marktstände, sondern auch
schon die ersten Essenstände, Theatervorführungen, Glücksspiele,
Wahrsager und fahrenden Händlern. Der zweigrößte
war der Markt Talat Sao Ching Chah, der dritte der Talat Somdetsch
Ongnoi
Pratunam Markt
Im Zentrum gelegen, an der Kreuzung Petchaburi Road und Rajaprarop
Road, findet man hier einen der größten Bekleidungsmärkte
in Bangkok. Aufgrund der vielen günstigen Angebote, kaufen
hier nicht nur Einheimische, sondern auch nationale und internationale
Großeinkäufer. Zahlreiche Verkaufsbüros nördlich
des Marktes sorgen für einen regen Geschäftsverkehr. Traditionell
haben indische Einwanderer oder Thais indischer Abstammung ein Monopol
auf dem gesamten Textilmarkt in Thailand. Aber es gibt hier auch
zahlreiche Straßenstände und Handwerksläden, die
ein Überangebot an Haushaltsartikeln und Lebensmitteln anbieten.
Zahlreiche Restaurants, Geschäftsräume und Hotels machen
den Pratunam Markt eher zu einem großen Einkaufsviertel. Eine
der ersten Adressen, um günstig Textilien zu kaufen.
Sampeng Lane / Chinatown
Eine unscheinbare, kleine Seitenstraße, unter dem Namen Soi
Wanit bekannt, ist die bekannteste Straße in Chinatown. Abgedunkelt
durch nach oben aufgespannte Tücher (der Hitze wegen) und eine
ungewohnte Enge sind die ersten Eindrücke, die man hier bekommt.
Tatsächlich ist dieses Sträßchen so eng, dass die
Waren nicht mit Fahrzeugen angeliefert werden können, sondern
wie vor hundert Jahren auf den Rücken von Männern herbeigeschafft
werden. Durch diese Enge bleibt es auch nicht aus, dass zwangsläufig
ein ständiger Körperkontakt mit anderen Passanten unvermeidbar
ist. Da dies die idealen Arbeitsfelder für Taschendiebe sind,
sollte man nur das Notwendigste an Bargeld mitnehmen bzw. nur kleine
Geldscheine, aber keine Bündel mit sich führen. Die ersten
Opfer von Taschendieben sind nämlich auch die, die leichtsinnig
mit Geldbündel hantieren oder ihre Geldbörse lässig
in die Hose stecken. Auch der angeblich sichere Geldgürtel
werden Sie so schnell los, dass Sie es gar nicht merken.
Hier findet man ein farbenprächtiges und pralles Angebot an
Haushaltswaren, Spielzeug, Textilien aller Art, Toilettenartikel,
sowie einige kleine Schneidereien, Restaurants und Handwerksläden.
Besonders interessant mit ihren vielen geheimnisvollen Kräutermischungen
und Medikamenten.
Großmarkt Pak Klong Talat
Am Ufer des Chao Phraya, an der Chakapatch Road, befindet sich
einer der größten zentralen Märkte. Dieser Großmarkt
ist ein wichtiger Bestandteil für die Lebensmittelversorgung
der Metropole und Hauptversorger für unzählige Händler.
Geräumige Flusskähne bringen die frischen Waren aus dem
ganzen Land. Hier gibt es hauptsächlich Obst, Gemüse,
Blumen, Fisch und Fleisch zu kaufen. Obwohl viele Einzelhändler
sich hier versorgen, bleibt der Pak Klong Talat eher ein Großmarkt
für den einheimischen Markt. Wenn sich jemand für das
bunte Marktgeschehen interessiert, so sollte er schon in den ersten
Morgenstunden dabei sein.
Bangrak Markt
In der New Road, südlich der Orientel Lane, findet
man einen der typischen städtischen Märkte. Schon am frühen
Morgen bringen zahlreiche Boote große Mengen frisches Obst
und Gemüse aus den flussabwärts gelegenen Anbaugebieten
über den Menam Chao Phraya. Hier versorgen sich in erster Linie
die vielen kleinen Straßenhändler für ihre Garküchen
und Küchenchefs von den umliegenden Restaurants. An den Ständen
findet man alle bekannten, saisonbedingten Obst- und Gemüsesorten.
Alle, die sich für thailändisches Obst und Gemüse
interessieren, haben hier eine günstige Gelegenheit, dies näher
zu erkunden. Auf dem Bangrak Markt gibt es auch vereinzelte Blumen-
und Gewürzstände.
Der Thewet-Blumenmarkt
Zu den speziellen Märkten gehören ohne Zweifel
die reizvollen Blumenmärkte. Der bekannteste unter ihnen ist
der Thewet Markt. Ihn findet man westlich der Samsen Road, an der
Mündung des Klong Krung Kasem am Flussufer des Chao Phaya.
Im Norden des Klongs werden Obst und Gemüse angeboten und im
Süden eine wahre Blumenpracht. Hier werden die unterschiedlichsten
Orchideen-Arten angeboten. Die Orchideenzucht ist traditionell in
Thailand, und große Orchideenfarmen versorgen nicht nur die
einheimischen Märkte, sondern exportieren ihre Züchtungen
weltweit. Andere Blumen, wie z. B. die weißen und hellrosa
Blüten der Lotusblume, werden als geschlossene Knospen den
Mönchen überreicht und in den vielen Wats oder Hausaltären
niedergelegt.
Kunstvolle Blumengebinde werden als Glücksbringer verkauft,
die in Auto, Geisterhäuschen oder Wohnungen aufgehängt
werden. Unzählige, bunte Jasminkränze werden für
wenige Baht an die vielen Jugendlichen und Kinder verkauft, die
diese wiederum auch an Touristen weiterverkaufen, um auf diese Weise
für sich und ihre Familie ein kleines Einkommen zu sichern.
Aber man findet hier ebenso eine Vielfalt an Topfpflanzen und viele
Nutzpflanzen für den Eigenanbau, wie z. B. junge Mango- und
Bananenbäume. Handgearbeitete Keramiktöpfe, Gartenartikel
und Pflanzensaat werden auch angeboten. Einfach sehenswert!
Chatuchak Wochenendmarkt
Eines der idealsten und schönsten Einkaufsziele ist und bleibt
der Chatuchak-Markt. Er liegt an der Phahon Yothin Road, gegenüber
dem Northern Busterminal, am Südostrand des Chatuchak-Parkgeländes.
Der Park an sich ist schon eine Augenweide. Große, gepflegte
Grünflächen, schattenspendende Bäume, saubere Wege,
schöne kleine Seen und Teiche mit vielerlei Pflanzen und Blumen.
Das eigentliche Marktgebiet in der Anlage ist täglich von etwa
6.00 Uhr bis gegen 21.30 Uhr geöffnet und bietet Waren aller
Art.
Am Wochenende zeigt der Markt erst richtig all seine Pracht. Der
Zustrom der Menschen vermischt sich mit fremdartigen Geräuschen
und Gerüchen. Zusammen mit dem Stimmenwirrwarr fühlt man
sich in eine Umgebung versetzt, die immer noch so klassisch erscheint,
dass die Gesamtatmosphäre einfach genial ist.
Das Angebot ist verführerisch und bietet Antiquitäten
jeder Form und Größe, wobei die Echtheit selten garantiert
werden kann. Nachgemachtes, auf Echtheit getrimmtes, wird dem gläubigen
Touristen für wertvoll angepriesen, wobei man die dazugehörigen
Werkstätten auch in den nicht gerade einladenden Hinterhöfen
des Marktes ab und zu entdeckt. Holzschnitzereien für den Hausgebrauch,
den Touristenstrom oder für den Export finden sich ebenfalls
in Massen. Ferner Porzellan- und Metallwaren, Musikinstrumente und
Musikkassetten, Textilien jeder Art und Preisklasse, Leder-, Flecht-
und Korbwaren, Spielzeug, eine reiche Auswahl an Souvenirs, Blumen,
Pflanzen, Tiere wie Fische, Vögel oder Haus- und Kleintiere
nebst Futterangebot und Käfigen, Lebensmittel wie Fleisch und
essbaren Tiere, Schmuck, auto- und Motorradzubehör, Werkzeuge,
Kosmetika, Arzneimittel, Toilettenartikel und vieles andere mehr...
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Garküchen und
kleine Restaurants sowie ein moderner Supermarkt in der Nähe.
Der Markt selber ist großzügig angelegt und weitläufig.
Alle Warengruppen sind streng unterteilt, so dass die Suche nach
einem bestimmten Artikel nicht allzu schwer fällt. Obwohl manchmal
behauptet wird, der Markt habe die geringste Diebstahlquote, empfiehlt
es sich Dokumente, Kreditkarten und größerer Geldmengen
im Brustbeutel versteckt zu halten, den man möglichst nicht
öffentlich zeigt. Dokumente würde ich eh nur mitnehmen,
wenn ich es nicht in einem Hotelsafe oder sonstigen sicheren Ort
verschließen kann. Sie sollten möglichst lieber mehre
100 Baht Scheine in verschiednen Hemd- und Hosentaschen aufbewahren,
so dass, sollte es doch mal zu einem Diebstahl kommen, der Verlust
möglichst gering bleibt. Die Bedingungen für mögliche
Taschendiebe sind hier nämlich geradezu ideal, da zum einem
immer eine große Menschenmenge unterwegs ist und die etlichen
kleinen Gassen so eng sind, dass häufiger Körperkontakt
unausweichlich ist.
Nakhon Kasem <(Klong Thom)> der Diebesmarkt
Nördlich der Sampeng Lane, zwischen der New Road und Yaowarat
Road liegt der sogenannte "Diebes-Markt". Dies bedeutet
nicht, dass hier unzählige Taschendiebe umherlaufen (aber einige
sicher schon!), sondern hier werden hauptsächlich Waren aus
"zweiter Hand" angeboten. Praktisch nichts anderes als
ein Trödelmarkt. Offiziell stammt diese Ware nicht von Dieben
und Hehlern, sondern u.a. aus den vielen Pfandhäusern der Stadt.
Wie auch immer.
Dass das erstere nicht ausgeschlossen werden kann, machen gelegentliche
Polizei-Razzien und schnell entschwindende Straßenhändler
samt Warenbestand jedem schnell offenkundig.
Dem Käufer jedoch mag es nicht so sehr in seiner Kaufabsicht
beeinträchtigen. Das Warenangebot ist vielversprechend, in
allen Preisklassen und Zuständen vorhanden, und zum Teil etwas
chaotisch angeordnet. Man findet hier günstige, aber auch veraltete
Haushaltsartikel, zahlreiche Kleidungsstücke, deren Qualität
zwischen hervorragend und erträglich liegt, viele Porzellanwaren,
Kunstgegenstände (auch Fälschungen), Möbel, Zubehör
für Autos, Mopeds und Fahrräder, sowie scheinbare Antiquitäten.
Bevor man hier jedoch etwas kauft, sollte man sich im klaren sein,
dass ein Umtausch der Waren am nächsten Tag bei gebrauchten
Waren nahezu unmöglich ist, und dass die Frage nach einem Echtheitszertifikat
für gekaufte Antiquitäten mit einem skeptischen Blick
oder einem Lächeln beantwortet wird.
Unvorteilhaft wäre auch die Frage nach der Herkunft der Waren.
Auch hier sind es die Menschen und die Atmosphäre die einen
anlocken. Auf jeden Fall ist hier das eine oder andere Schnäppchen
im möglich.
Wer diesen Markt besucht, sollte versuchen sich "unauffällig"
über den Markt zu bewegen und vorab schon kleine Geldscheine
parat haben, und größerer Geldscheine außer "Sichtweise"
lassen.
Lang Krasnang Markt
Das sollte sich jeder ansehen! Ähnlich wie auf dem
Nakhon Kasem Markt, werden auch hier Waren u.a. aus Pfandhäusern
angeboten, aber auch sicherlich aus dubiosen Quellen. Eine sprichwörtliche
Zweideutigkeit mit einem Schuss Ironie in Richtung der regelmäßig
patrouillierenden Polizeikräfte, die hier nur am Rande erscheinen.
Es gibt hier einen hintersinnigen Slogan: Sollten Sie etwas vermissen,
hier finden Sie es bestimmt. Beim Anblick des großen Warenangebotes,
muss man vermuten, dass die vielen Pfandhäuser Bangkoks so
groß sind wie die größten Kaufhäuser. Mit
vorgehaltener Hand werden hier meistens Gebrauchtwaren angeboten,
deren Zustand aber genau geprüft werden sollte. Garantie oder
Umtausch sind hier Fremdworte. Kaum ein Händler wird einen
Tag später irgendeine Ware umtauschen, es sei denn, einheimische
Insider sind regelmäßige Kunden. Es kann sogar passieren,
dass ein Händler abstreitet, je diese Ware gesehen oder gar
verkauft zu haben. Sollten Sie also mal hier was umtauschen oder
reklamieren wollen, dann bitte diskret, ruhig und freundlich!
<Saam-yahn> Fischmarkt
Auf der Chulalongkorn Soi 42, die von der Rama V Road
abgeht, entdeckt man einen der schönen Fisch Märkte. Schon
früh am Morgen, wenn die Hauptstadt noch eine trügerische
Ruhe von sich gibt, werden große Mengen Meeresfrüchte
und Fisch, aller Art hierher gebracht. Die meisten Kunden sind die
umliegenden Fisch-Restaurants, aber auch viele Privathaushalte kaufen
hier günstigen, frischen Fisch, Garnelen, Tintenfisch und Muscheln
ein. Für Fischliebhaber ist dieser kleine Markt wohl am interessantesten.
Schlusswort
Es ist natürlich unmöglich, alle Märkte Bangkoks
hier näher zu beschreiben. Dieser kurze Abstecher zu einigen
Märkten der Metropole, sollte jeden Besucher dazu anregen,
neben den pompösen Kaufhäusern, die traditionellen Märkte
nicht außer acht zu lassen und jeden Besucher etwas bei der
Suche behilflich sein. Im übrigen muss man nicht unbedingt
was kaufen, alleine das Anschauen ist sehenswert!
Kleine Tipps:
Ordentlich und sauber gekleidet fällt man übrigens
am wenigsten auf. Dazu gehören weder Shorts noch allzu knappe
Kleidung oder gar ein freier Oberkörper. Auch das Nichttragen
eines BHs wird hier als Unsitte angesehen, mit der schon manche
Touristin aufgefallen ist.
Es ist üblich (außer in Kaufhäusern) um den Preis
der Ware zu handeln und zu feilschen. Versuchen Sie sich ruhig an
dieser Volkssitte. Sie werden dadurch gewiss im Ansehen der Thais
einen Pluspunkt erzielen, wenn Sie es nicht übertreiben. <Ein
fairer Erfolg erzielt eine Reduktion von 15 - 20% des gefragten
Preises. Denken Sie bitte daran, von den wenigen Pfennigen überleben
die Menschen hier.>
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Mit Kinder unterwegs
Am Anfang sollte man meinen, dass eine Reise mit Kindern nach Thailand
anstrengend sei. Thailand ist jedoch eines der kinderfreundlichsten
Länder der Welt und für Familien besonders lohnenswert.
Der Trend der Familienreisen macht sich auch in Thailand immer mehr
bemerkbar und die Hotelbranche orientiert sich um. Nette Babysitter
in den Ferienorten, eine gute Gesundheitsfürsorge, gute Hotels
und das Wichtigste, eine reichhaltige Palette von Sehenswürdigkeiten,
die Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gefallen werden.
Dies macht einen Familienurlaub angenehm. Dieser Beitrag ist den
Familien und besonders den Kleinsten gewidmet. Wenn Sie alle Anregungen
beherzigen, wird auch für ihr(e) Kind(er) der Urlaub angenehm.
Unvermeidlich ist der lange Flug nach Thailand. Kinder unter 2
Jahren haben in der Regel keinen Anspruch auf einen Sitzplatz, was
die Bewegungsfreiheit stark einschränkt. Viele Fluglinien bieten
Eltern mit Babys die erste Sitzreihe vor der Videowand und für
den Säugling einen faltbaren Babykorb an. Der Nachteil daran
ist, dass man die vielen Stunden des Fluges nur eine Wand vor sich
sieht, was besonders am Abend lästig sein kann, wenn ein Film
über diese Wand gezeigt werden sollte, und nicht über
separate Fernsehbildschirme an der Decke. Der einzige Vorteil ist
die größere Beinfreiheit, so dass ein Babykorb ausreichend
Platz am Boden findet. Für Eltern und Babys ein annehmbarer
Komfort.
Durch die Beengtheit ist das Windelwechseln nicht immer leicht,
insbesondere wenn der Nachwuchs seine Windel gut gefüllt hat.
Wo und wie kann ich im Flug den Po am besten säubern? Je nach
"Fülle" sollte man entweder zur kleinen Toilette
gehen, um den Po anständig säubern zu können, was
angesichts der Beengtheit der Toiletten auch Geschicklichkeit und
Ruhe abverlangt, oder die ganze Sache zwischen Sitz und Babykorb
mit Feuchttüchern erledigen, was wiederum für Säuglinge
die angenehmste Angelegenheit ist. Wir haben unseren Kleinsten,
damals sechs Monate alt, immer "am Ort des Geschehens"
die Windel gewechselt, auch wenn mancher Nachbar die Nase gerümpft
hat. Bei 2-4jährigen ist der Gang zur Toilette schon vertrauter.
Die lange Flugdauer sollte, je nach Altersstufe, mit elektronischen
Spielen, Büchern, typischen Reisespielen (z. B. Vier gewinnt),
Musikhören, Malen usw. überbrückt werden. Überlegen
Sie sich gut welche Utensilien Sie für den Nachwuchs in Ihr
oder dessen Handgepäck mitnehmen. Für die Kleinsten wird
es am schwierigsten, die Zeit "abzusitzen", auch wenn
das geliebte Kuscheltier dabei ist. Da gibt es eigentlich kein Geheimrezept.
Das Einnehmen der Mahlzeiten und die Schlafpausen sind eine willkommene
Ablenkung.
Wenn Sie den anstrengenden Flug hinter sich haben und müde
aus dem Flugzeug steigen, werden sie sich, spätestens am zweiten
Tag Gedanken darüber machen, wie Sie Ihren Urlaub mit den Kindern
verplanen können und welche Sehenswürdigkeiten man gemeinsam
anvisieren könnte. Der Idealfall wäre natürlich,
wenn vorab, zu Hause, Planungen gemacht werden konnten.
Die Möglichkeiten, die vorwiegend Familien angeboten werden,
sind vielfältig. Erkundigen Sie sich vorher nach national-
und Freizeitparks, Schwimmanlagen, Zoos, ruhigen Stränden und
andere Attraktionen für Familien, die Sie in ganz Thailand
finden werden. Für Kinder gibt es in Thailand viel zu entdecken
und zu erleben. Der Wunsch der Eltern, am Urlaubstort auch die geschichtlichen
und architektonischen Höhepunkte des Landes kennenzulernen,
ist den meisten Kindern fremd und sollte zeitlich nicht mehr als
eine Stunde pro Tag dauern. Ebenso "langweilige" Museumsbesuche
sollten Sie von vornherein aus dem Programm streichen. Unternehmen
Sie nach Möglichkeit nur Dinge, die Sie gemeinsam erleben können,
die für die Kleinsten begreiflich sind und Spaß machen.
Unternehmungen mit gleichaltrigen Kindern wären das idealste.
Beachten Sie die Möglichkeit, dass einige Hotels einen Babysitter-Service
anbeten, damit die Eltern auch mal Zeit für sich haben. Erkundigen
Sie sich im Hotel oder gegebenenfalls vorher im Reisebüro,
ob vielleicht solche Informationen über das jeweilige Hotel
im Reiseprospekt bereits vorliegen!
Hier einige Anregungen
Ferienzeit
Auch in Thailand gibt es natürlich Ferien. In dieser
Zeit sind alle Arten von Freizeitanlagen und Parks gut besucht.
Rechnen Sie mit obligatorischen Warteschlangen vor den Eingängen,
wie es ja bei uns auch nicht anders ist. Kommen Sie am besten möglichst
früh; seien es Parkanlagen, Zoos oder andere Freizeiteinrichtungen!
Erkundigen Sie sich vorher nach den Öffnungszeiten.
Klimawechsel
Der Klimawechsel nach der Ankunft haut einen um, aber
ältere Menschen haben oft mehr darunter zu leiden als Kinder.
Dasselbe gilt für die Zeitverschiebung. Die ersten zwei bis
drei Tage sind deshalb meistens stressig, da sich unsere biologische
Uhr noch umstellen muss, was sich nachts bemerkbar macht. Um sich
an das Klima zu gewöhnen, sollten die ersten beiden Tage ruhig
angegangen werden. Vielleicht sollten Sie diese Zeit nutzen, um
die nähere Umgebung Ihres Aufenthaltsortes mit Ihren Kindern
zu erkunden. Nichtsdestoweniger sollten Sie das Klima nicht unterschätzen!
Denken Sie auch daran, dass die Sonne in Thailand besonders intensiv
scheint! Kinder sollten in der Mittagszeit immer eine Kopfbedeckung
tragen! Dazu eignen sich die einheimischen Strohhüte am besten.
Für Säuglinge sollte ein Baumwollhütchen genommen
werden. Generell sollten Kinder oft im Schatten bleiben oder gehen.
Getränke
Die Hitze macht nicht nur müde, sondern auch durstig. Geben
Sie sich und Ihren Kindern ausreichend zu trinken. Vermeiden Sie
Getränke mit zuviel Eis und zu viele eisgekühlte Getränke!
Auch wenn es etwas übertrieben scheinen mag, halten Sie sich
auch etwas mit Eiscreme zurück. Die Gefahr einer Durchfallerkrankung
ist in den Tropen immer noch Krankheitserreger Nummer Eins! Leicht
gekühlte Fruchtsäfte, Tees, Kokosmilch oder Limonaden
ohne Eis gibt es überall und sind bei Kindern und Erwachsen
gleichermaßen beliebt. Am besten haben sich für unterwegs
noch immer die 0,2 l Saft-Päckchen bewährt. Berücksichtigen
Sie, dass prinzipiell Milchprodukte, besonders Babymilch, in der
Hitze sehr schnell verderben!
Reisezeit
Die Monate April bis Juni sind die heißesten Monate. Zwischen
den Monaten Juli und Oktober ist Regenzeit. Die Temperaturen sind
immer noch hoch, ebenso die Luftfeuchtigkeit. Die idealsten Reisemonate
für Kinder sind zwischen November und März. Von Anfang
Dezember bis etwa Mitte Januar ist jedoch nicht nur Hauptreisezeit
nach Thailand, in diesem Zeitraum bezahlt man in der Regel auch
die höchsten Flugpreise. Wenn Sie nicht an Ferienzeiten gebunden
sind, erkundigen Sie sich im Reisebüro oder im Internet nach
Flugpreisen und Reisezeiten.
Transportmittel
Wesentlich ist es bei der Routenplanung die Bedürfnisse der
Kinder zu berücksichtigen. Stundenlange Bewegungsunfreiheit
im Bus und Zug mögen sie gar nicht, wobei eine längere
Zugreise sicher angenehmer wäre als mit dem Bus. Ebenso sind
häufige Ortswechsel oder zuviel Rummel in Bangkok nicht da
ideale für Kinder.
Den Kinderwagen mitnehmen oder nicht? Kinder werden schnell müde.
Die einen empfehlen die Kindertrage und die anderen den Kinderwagen.
Wer einen Kinderwagen für nötig hält, sollte jedenfalls
einen leichten, zusammenklappbaren mitnehmen. Sie werden übrigens
kaum eine Buslinie finden, wo Sie ohne Mühe einen offenen Kinderwagen
transportieren können, da die meisten Busse immer voll sind!
Eher im Taxi. Zudem werden Sie verblüfft feststellen, das in
Bangkok kaum einer mit Kinderwagen unterwegs ist.
Wer z. B. im Verkehrstrubel von Bangkok unterwegs ist, dem ist
die Kindertrage mit Hüftgurt zu empfehlen! Dies hängt
natürlich auch von der Altersstufe ab. Ohne Kinderwagen sind
sie einfach flexibler, sofern Sie nur mit Bus und /oder Boot die
Metropole erkunden wollen.
Reiseziele
Ruhe und Natur am Meer oder in den Bergen, bekommt Ihnen am besten.
Wenn man reist, sollte man bessere Buslinien benutzen, die unwesentlich,
für unsere Einkommensverhältnisse, teurer sind. Wer mit
dem Zug reist, sollte auf jeden Fall frühzeitig reservieren
und als Mindeststandard die 2.Klasse benutzen. Besonders Stadtkinder
genießen die freie Natur, Strände, der kurzfristige Einkauf
auf Märkte, die Besichtigung von Handwerksbetriebe und Tierparks
am meisten.
Auf dem Land hat man hautnahen Kontakt mit Hühnern, Enten,
Büffeln, Katzen oder Hunden. Jedoch ist der Kontakt mit Hunden
und Katzen nicht immer bedenkenlos, da Ungeziefer und Tollwut (vorwiegend
bei Hunden) vorkommen. Noch heimtückischer sind jedoch die
Ameisen! Lassen Sie Ihr Kind nur mit Schuhen herumlaufen bzw. nicht
alleine auf den Boden krabbeln. Ameisenbisse sind naturgemäß
sehr unangenehm. In Thailand ist besonders die aggressive, rote
Blattschneideameise vertreten. Also immer ein Auge auf den Nachwuchs
und auf manchen Baum werfen! Das Schöne auf dem Land ist der
freundliche Kontakt mit gleichaltrigen Kindern, der hier eher möglich
ist als in der Stadt.
Babyartikel
Bevor Sie einen ganzen Koffer Babyartikel mitnehmen, sollten Sie
wissen, dass fast alle Babyartikel in jeder größeren
Ortschaft zu haben sind. Besonders das sogenannte "Baby-Ice-Puder"
kühlt angenehm die Haut, und ist auch für Erwachsene zu
empfehlen. Dennoch sollten Sie eine Grundausstattung auf jeden Fall
mitnehmen. Überall werden die üblichen Babypflegeartikel,
natürlich auch Babynahrung (meistens von Nestlé und
Milupa) sowie Pampers angeboten.
Apropo Pampers & Co.: Für längere Reisetouren sind
sie wegen der Hitze nicht zu empfehlen. Es kann zu schlimmen wunden
Hinterteilen oder sogar zu Infektionen kommen, wenn der Windelwechsel
vernachlässigt wird. Wir benutzten stets herkömmliche
Stoffwindeln, aber keine Plastikhose. Bei den warmen klimatischen
Bedingungen ließen wir unser Kind, wie es die meisten Einheimischen
in der Regel auch tun, ohne Pampers rumlaufen. Sollte mal der Ernstfall
eintreten, so wird dies nicht als Ärgernis angesehen, sondern
vielmehr als Normalität, die vorkommen kann. Windeln kosten
hier oft das Doppelte wie bei uns. Schnuller sind nicht so leicht
zu finden, da in Thailand wenig verbreitet. Im übrigen können
Sie in Thailand günstige und schöne Kinderkleidung kaufen.
Moskitos / Mückenmittel
Der beste Schutz für die Nacht und für Aufenthalte in
abgelegenen Orten ist das Moskitonetz, dass Sie fast in jedem Ort
bekommen. Es ist leicht aufzubauen und in der Version als aufgespannte
Regenglocke besonders für Kinder gedacht. Moskitos betätigen
sich meistens nach Sonnenuntergang sowie direkt vor und nach Sonnenaufgang.
Bei der Auswahl von Mückenmitteln ist Vorsicht geboten, da
einige die Kinderhaut stark reizen können. Fragen Sie vor Ihrer
Abreise Ihren Kinderarzt oder Ihre Apotheke. Die meisten empfehlen
biologische Mittel. Im übrigen sollte der Gebrauch von diesen
Mückenmitteln nicht zu sehr im Vordergrund stehen. Dass Moskitos
eher die helle Haut bevorzugen, wird von den Thais belächelt
und ich halte dies auch nur für ein unbewiesenes Gerücht.
Meine Erfahrung lautet: Tagsüber wenig Anti-Moskitomittel,
wenn überhaupt, und nur an den freien Bein- und Armpartien.
Beobachten Sie auf jeden Fall die Hautverträglichkeit bei Ihrem
Kind. Sollten Rötungen auftreten, was durchaus durch die starke
Sonnenstrahlung begünstigt werden kann, sollte das Mittel abgesetzt
werden. Ein weiteres Anti-Moskitomittel ist es, abends lange Hosen
zu tragen und Socken. Das Hauptangriffsziel der Plagegeister bleiben
immer noch die Beinpartien. Auf dem Land sind übrigens eher
Ameisen die größten Plagegeister, deren Bisse meistens
zu starkem Juckreiz führen. Mittel gegen solche Plagegeister
gibt es in jeder Apotheke.
Sonnenstrahlung
Gegen das Problem starker UV-Strahlung hilft ein Sonnenhut, ein
Baumwollhemdchen sowie natürlich Schatten und Sonnenschutzmittel,
das es in Südostasien mit dem Schutzfaktor 20 speziell für
Babys gibt (von der US-Firma Coppertone). Generell den Körper
vor praller Sonnen schützen. Und lassen Sie Ihre Kinder viel
trinken!
Gesundheit
Hitze und die feuchte Luft zermürben jedes Kindergemüt.
Die medizinische Versorgung ist bestens. In allen größeren
Ortschaften gibt es gut ausgestattete Krankenhäuser und gut
geschulte Kinderärzte. Jede Reiseleitung im Hotel Ihres Aufenthaltsortes
kann Ihnen bzw. sollte Ihnen vorab Auskunft geben können. Fragen
Sie höflich nach oder erkundigen Sie sich vor Ihrer Reise.
Die meisten Kinder vertragen den Klimawechsel jedoch eher als Erwachsene.
Meistens braucht man nur wenige "Mittelchen" mitzunehmen.
Dazu gehören Tabletten zur Malaria-Prophylaxe, ein Mittel gegen
Durchfallerkrankungen (sehr empfehlenswert) und ein Anti-Moskito-Mittel.
Dies sollten Sie alles vorher mit Ihren Kinderarzt abklären.
Nehmen Sie einen Satz Pflaster für kleine Schrammen mit. Am
besten jeden Abend duschen, immer unter einem Moskitonetz schlafen,
sofern es keine Moskito-Gitter vor dem Fenster gibt, und leichte
Baumwollkleidung tragen.
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In Thailand ist es ganz normal, dass man sich im Freundeskreis
oder in der Familie einen Spaß daraus macht, über den
Ablauf der Verdauung in Einzelheiten zu plaudern. Dabei bilden Verdauungsstörungen
und der Gang zur Toilette ein gemeinsames Schwerpunktthema. Bei
solchen Gesprächen wird ein so nettes Wortspiel angewandt,
begleitet mit einer Portion Mimik, dass sich keiner auf irgendeine
Weise peinlich berührt fühlt. Über eine natürliche
Sache wird frei gesprochen. Wir Europäer dagegen sind zu dieser
wichtigen Thematik eher zurückhaltender, und sprechen meistens
nur mit vorgehaltener Hand darüber. Durch diese Zurückhaltung
wiederum kann jeder Reisende, der unvorbereitet nach Thailand kommt,
in komische Situationen geraten.
Grundsätzlich finden Sie heutzutage in fast allen modernen
Hotels, Kaufhäusern und Büros die für uns gewohnte
"Sitz-Toilette". In der Regel sind dort die Wegweisungen
zu den Toiletten eindeutig gekennzeichnet. Staunen Sie nicht, wenn
Sie Fußabdrücke auf der Toilet-tenbrille entdecken! Für
die meisten Thais ist es unverständlich, warum die "westliche
Sitztoilette" fortschrittlich sein soll. Für uns Europäer
ist es andererseits kaum zu verstehen, warum die Thais, und andere
asiatische Länder, noch die sogenannte "Hock-Toilette"
benutzen. Wie auch immer Ihre Meinung dazu ist, Sie sind Gast hier
und werden sicher irgendwann mit der Hock-Toilette konfrontiert.
Hierzu deshalb folgende Hinweise:
Sollten Sie außerhalb der modernen Hotels oder Kaufhäuser
eine Toilette suchen, so können Sie dies mit dem Wort hong
naam erfragen. Wörtlich übersetzt bedeutet hong naam "Wasserzimmer",
und in einfachen Hotels oder auf dem Land bedeutet dies zugleich
Badezimmer. Können Sie mal das "Wo?", im thailändischen
tii nai?, nicht erfragen, so helfen hier am besten Gesten. Da jedoch
nicht jedes Wasserzimmer eine Toilette aufweist und es ebenso nicht
überall ein solches Zimmer gibt, kann die Situation schon heikel
werden. In diesem Fall hilft das Wort suám, dass man einfach
mit "Klo" übersetzen kann. Sind die Toilettentüren
nicht eindeutig gekennzeichnet, so können Sie mit den Worten
jing (Damen) oder tschai (Herren) die richtige Tür erfragen.
Ein Tip: Immer eine Packung Taschentücher mitnehmen!
Wie der Name schon sagt, müssen Sie bei der Hock-Toilette
tief in die Hocke gehen. Wichtig ist es, dass Sie dabei Hose oder
Rock soweit wie möglich herunterziehen. Sollte der Boden nicht
sauber sein, legen Sie etwas Papier darüber. Wer vor allem
seine Hose nicht weit genug herunterzieht, wird sehr schnell bemerken,
dass die Schwerkraft auch vor einer offenen Hose nicht halt macht.
Leeren Sie möglichst vorher alle Hosentaschen, da eine anschließende
Suche im Abfluss recht unangenehm und selten erfolgversprechend
ist. Soweit Toilettenpapier vorhanden ist, werfen Sie es nach Gebrauch
in den bereitstehenden Korb oder Eimer und nicht Abfluss, da dieser
sonst verstopfen kann.
Sollte kein Toilettenpapier vorhanden sein, dann gibt es bestimmt
ein Wasserbecken oder zumindest einen Wassereimer mit Schöpfkelle.
Unter Zusammenwirkung von Wasser und der linken Hand ist die Hygiene
ein Kinderspiel und Sie haben alles im Griff. Dies ist nicht rückständig,
sondern ein Brauch von vielen Kulturen. Stellen Sie sich doch auch
mal folgende Frage: Was machten Europäer, als es noch kein
Toilettenpapier gab?
Sollten Sie nur in ländlicher Gegend verweilen, so kann es
sich durchaus ereignen, dass Sie auch ohne Hock-Toilette auskommen
müssen. Dies bedeutet nichts anderes, als dass Sie Ihren "Toilettengang"
im freien Fels unternehmen müssen.
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Es ist schwierig nach einem festen Plan, Chinatown zu erkunden.
Das
Chinesenviertel von Bangkok ist ein großes, nicht sehr genau
abgegrenztes Gebiet. Man
sollte einfach nach Gespür und Lust den Stadtteil kennen lernen
und dabei die
vielen schmalen Gassen tagsüber nicht auslassen, da diese einiges
zu bieten
haben. Gegen nachts ist es nicht so empfehlenswert, in halbdunkle
Gassen zu
gehen. Chinatown liegt größtenteils innerhalb der Straßenzüge
Song-Sawat im
Osten, Charoen-Krung im Norden, Chakphet im Westen und Songwat im
Süden. Seine
Hauptstraßen sind Charoen-Krung, Yaowarat, Sampeng und Ratchawong.
Um ganz
Chinatown aufzusuchen, sollte man mindestens einen halben Tag einplanen.
Während des Tages herrscht hier ein unvergesslicher Verkehrstrubel.
Die
Abgase der vielen Autos sind zum Teil unangenehm. Ein Bummel am
Tag bedeutet auch
volle Straßen und Gassen. Nur in den vielen schmalen Seitengassen
geht es
ruhiger zu. Hier wird einfach alles verkauft: u.a. Vogelnester,
chinesische
Kräutermedizin, chinesische Papierlaternen, Särge, Hühner,
Enten, glückbringende
Amulette, Kerzen, Antiquitäten, chinesisches Tempelzubehör
und vieles andere
mehr. Massagesalons, Uhrengeschäfte, Akupunkturläden,
Fotogeschäfte,
Buchläden, Hotels sowie weitere Geschäfte säumen
die Straßen und Gassen. Man erhält
hier fast alles, ob uralt, alltäglich oder ultramodern. Viele
von Bangkoks
führenden Banken und Handelshäusern haben immer noch ihre
Hauptverwaltungen in
diesem Viertel, was auch beweist, wie groß der chinesische
Einfluss in der
Wirtschaft auch heute noch ist.
Nicht nur die reichhaltigen Warenbestände, sondern auch viele
altmodische
Häuser und die chinesische Atmosphäre machen das Viertel
zu etwas Besonderem.
Die zahlreichen Restaurants und Essenstände bieten neben der
ausgezeichneten
chinesischen Küche auch Spezialitäten an, so u.a. Krokodil-,
Echsen- und
Schlangefleisch sowie Schwalbennester. Dunkle und schmale Gassen
sollte man abends
ohne Begleitung gar nicht erst aufsuchen. Auch den besuch von einigen
der
zahlreichen Spielhöllen sollte man als Ausländer auf jeden
Fall unterlassen, um
hier keine Schwierigkeiten zu bekommen, das sagen einem sogar freundliche
Einwohner von Chinatown.
Die Yaowarat Road ist berühmt wegen ihrer Goldläden.
Hier gibt es einen
Goldschmied neben den anderen. Ale haben fast das gleiche Angebot.
Auch treffen
sich hier unzählige Kunden, um ihr Geld in Goldschmuck anzulegen.
Wenn es ihnen
einmal nicht so gut geht, wird der Goldschmuck wieder verkauft oder
beliehen. Wem es sehr gut geht, der tauscht auch schon mal eine
kleinere Kette gegen
eine größere um, oder im umgekehrten Fall eine größere
in eine kleinere
Kette, wenn es finanziell nicht so gut geht. Dadurch hat man zwar
eine kleinere
Kette, aber auch etwas Geld in der Hand. So ist es auch kein Wunder,
dass es
auf derselben Straße auch viele Pfandhäuser gibt, wo
man etwas beleihen
kann.
Ein Gang über die Talad <Kao - Alter Markt> und Talad
Mai <Neuer Markt>, rechts und links von der
Yaowarat Road, ist ein echtes Einkaufs-Erlebnis. Die Talad Kao bietet
große Mengen
an frischem und getrocknetem Fisch, Krabben und anderen Meeresfrüchten,
während der Weg zu Talad Mai mit Ständen gesäumt
ist, die Frischprodukte und seltsam aussehende chinesische Lebensmittel
anbieten.
Hier findet man auch Trödelgeschäfte, die einem alles
mögliche verkaufen,
und die bei Touristen beliebten Antiquitätenläden, von
denen hier rund zwei
Dutzend gibt. Die einstigen halbdunklen und staubigen Antiquitätenläden,
die ich
vor rund 15 Jahren noch hier vorfand, sind fast alle verschwunden.
Die meisten
dieser Geschäfte sind modern eingerichtet und hell beleuchtet.
Hier kann man
noch immer seltene Dinge finden, wenn man lange genug herumstöbert.
Wer etwas
gefunden hat, sollte nicht vergessen zu feilschen! Zwar sind die
Chinesen
etwas hartnäckiger im Handeln, aber man kann hier durchaus,
je nach Artikel,
bis zu 20 Prozent Rabatt rausschlagen. Die meisten Artikel, die
angeboten
werden, sind chinesisches Porzellan, Wandschirme, Möbel mit
Perlmutteinlage,
Schnupftabakdosen, alte Lampen, Holzarbeiten, Bilder, alte Uhren,
Silberarbeiten,
alte Bücher, und, immer noch, manch anderes Seltsames.
Wenn Sie mal in Bangkok sind, sollten Sie dort unbedingt mal bummeln
gehen!
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Das heutige Viertel hatte eine lange Geschichte. König Rama
I. hatte dem vietnamesischen König bei der Unterdrückung
eines Aufstandes geholfen. Die
freundlichen Beziehungen nahmen zu, und es siedelten zunächst
viele Vietnamesen in
heutige Gebiet von Pahurat. Dort bildete sich dann auch eine starke
vietnamesische Gemeinde, die ihr Viertel Baan Yuan, das Dorf der
Vietnamesen, nannte.
Mitte des 19. Jahrhundert zerstörte eine Feuerbrunst das gesamte
Dorf. Es
wurde wieder aufgebaut und nach der verstorbenen Tochter von Rama
I. benannt:
Pahurat.
Die Vietnamesen wanderten jedoch ab und es folgten schließlich
die Inder,
hauptsächlich Sikhs. Indische Einwanderer gab es schon zur
Ayuthaya-Ära, als
der Handel zwischen Indien und Siam blühte. Die meisten von
ihnen waren
mittellos, hatten aber die festen Willen, hart zu arbeiten. Die
Sikhs hatten nicht
nur den Ruf als tapfere Krieger, sondern auch als fleißige
Händler. Im 19.
Jahrhundert wanderten die meisten Sikhs nach Thailand aus und wurden
teilweise
Soldaten und Polizisten. Andere wurden Geschäftsleute, die
kleine Läden
aufbauten und hauptsächlich mit Textilien Handel trieben.
Der Sikhismus selber wurde im 16.Jahrhundert von einem Guru namens
Nanak
(1469-1539) in Nordindien gegründet. In ihm verbanden sich
moslemische und
hinduistische Elemente. Gegenüber dem streng in Kasten gegliederten
Hinduismus,
ist der Sikhismus viel freier und sieht alle Menschen als gleichwertig
an.
Heute leben etwa 30.000 Angehörige dieser Religion in Thailand,
etwa die Hälfte
davon in Bangkok. Die Sikhs gehören heute zu den reichsten
Bevölkerungsschichten Thailands. Der Erfolg liegt in ihrer
Flexibilität und Bereitschaft, auch
ins entfernte Ausland mit Erfolg Geschäfte zu machen.
Heute sind die meisten Sikhs wohlhabende Geschäftsmänner,
während die
meisten Hindus sich als einfache Arbeiter oder als kleine Händler
ihren
Lebensunterhalt verdienen. Die indische Gemeinde konzentrierte sich
schließlich in
Pahurat und machte es zum indischen Viertel. Insgesamt leben rund
100.000 Inder in
Thailand. Viele flüchteten auch vor der Armut im Heimatland
und erhoffen
sich eine bessere Zukunft im Ausland. Die meisten Inder sind kaum
assimiliert,
sprechen zwar Thai, aber erhalten weiterhin streng ihre indischen
Traditionen.
Das indische Viertel Pahurat liegt beiderseits der Chakraphet Road,
zwischen
der Einmündung Pahurat Road und der Memorial Bridge. Der Markt
von Pahurat
ist randvoll mit Textilien, Schuhen, Stoffen, Koffern und indischen
Gewürzen
gefüllt. Weitere Geschäfte und viele Restaurants gibt
es hier ebenfalls, wo
den ganzen Tag indische Filme zu sehen sind.
Pahurat ist heute Indiens Brückenkopf in Thailand. Die meisten
Inder in
Pahurat sind kleine und mittelgroße Textilhändler, die
zwischen ihrer Heimat und
Thailand ex- und importieren, und zwischen den beiden Ländern
hin und her
pendeln.
Unterkunft und Essen sind in Pahurat kein Problem. Die meisten
Hotels und
Gästehäuser werden von indischen Geschäftsleuten
genutzt. Es gibt hier sehr
viele Gästehäuser und Hotels, wo typische indische Kost
und ebenfalls indische
Filme angeboten werden. Alle Preisklassen sind hier vertreten. Es
gibt
indische, thailändische, chinesische, nepalesische und vegetarische
Küche mit den
jeweiligen Landesspezialitäten.
Sehenswürdigkeiten
Das kleine Viertel ist eine Sehenswürdigkeit für sich.
Der Tempel der Sikhs,
der Sri Guru Singh Sabha, ist wohl die wichtigste Sehenswürdigkeit
im
Viertel. Die Sikhs nennen ihren Tempel gurudwara (=das Tor zum Guru).
Der Tempel
Wurde 1987 für einen Baupreis von 100 Millionen Baht fertiggestellt.
Das Geld
stammte von den vielen Geschäftsleuten. Das Dach ist mit einer
vergoldeten
Kuppel versehen und soll der zweitgrößte Sikh-Tempel
außerhalb Indiens sein. Ein
noch größerer Tempel der Sikhs befindet sich in London.
Der Tempel besteht zu
weiten Teilen aus Marmor und es wurde anscheinend nur das beste
Baumaterial
verwendet.
Oben im Gebäude befindet sich eine Schule, in der Sikh-Kinder
unterrichtet
werden. Der heiligste Raum des Tempels, wo das heilige Buch der
Sikhs
aufbewahrt wird (Guru Granth Sahib), kann besucht werden. Allerdings
musss der Kopf
der Besucher bedeckt sein. Auch müssen hier, wie in den buddhistischen
Wats,
die Schuhe vor dem Betreten ausgezogen werden.
Der Tempel ist täglich für Besucher und Gläubige
geöffnet. Dersikh-Glaube
will es, dass auch Anhänger anderer Religionen seine Tempel
aufsuchen können.
Deshalb sollte man sich am Eingang unter Umständen nicht abweisen
lassen,
außer es liegt ein besonderer Grund dafür vor.
An vielen Tagen gibt es früh morgens das traditionelle Gemeinschaftsessen
der Sikhs, das langar. Das Essen ist kostenlos, und auch Ausländer
sind dabei
herzlich willkommen. Im Tempel kann man sich erkundigen, wann der
nächste
langar stattfindet. Rechts neben dem Eingang befindet sich eine
kleine
Arztpraxis, in der kostenlos behandelt wird. Wer kleine Wehwehchen
hat, kann sich hier
versorgen lassen. Also: Ruhig einmal hier hereinschauen.
An der Südwestseite von Pahurat, an der Chakphet Road/Ecke
Triphet Road,
nahe dem Großmarkt Pak Klong Talad <(Markt an der Kanalmündung)>
liegt der Wat Rajburana. Dieses Wat
bestand, schon bevor Bangkok die Hauptstadt des Landes wurde. Anfang
dieses
Jahrhunderts wurde der Wat von einem reichen chinesischen Händler
mit dem Namen Liab
finanziell für eine großzügige Restaurierung unterstützt.
Dadurch wurde der
Wat für einige Zeit Wat Liab genannt. Rama II. ließ einen
neunen Viharn und
einige Pavillons bauen. Im zweiten Weltkrieg wurde der Wat fast
zerstört, da
direkt daneben die Verwaltung für den Strombetrieb stand. So
verfehlten die
Bomben ihr Ziel, zerstörten aber den Wat erheblich. Nach dem
Weltkrieg wurde
der Wat erneuert.
Der Markt von Pahurat
Hier bekommen Sie insbesondere Textilien, Schuhe, Koffer und große
Stofftragetaschen, auch gebrauchte, die die Händler aus Indien
mitbrachten, günstig
angeboten. Sehr günstig sind hier um den Bauch zuwickelten
lungi, die von den
Thais Phaa-<thung> genannt werden. Typische Saris und Brokatstoffe
für
Tempeltänzer sieht man ebenfalls auf den Markt. Weiterhin findet
man hier viel
Kleinkram aus Indien, so u.a. Schmuck, Räucherwerk, Kunstgegenstände
und vieles
mehr. Zwei indische Geschäfte an der Chakphet Road verkaufen
indische
Lebensmittel, Gewürze und Heilmittel. Hier erhält man
auch indische Zeitschriften,
z.T. in Englisch. Ansonsten gibt es hier noch Reisebüros, die
insbesondere
Reisen nach Indien, Nepal, Burma und Bangladesh anbieten. Abends
sitzen die
meisten Inder gemütlich in den Gästehäusern oder
anderswo beisammen und sehen sich
indische Filme an oder plaudern auch einfach nur.
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Die königlichen Barken
Oft bei einem Besuch in Bangkok nicht gefunden, manchmal auch nicht
so
bekannt, sind doch die königlichen Barken eine der wichtigsten
Sehenswürdigkeiten
in der Metropole. Man findet sie in einem großen Bootsschuppen,
nahe der
Phra-Pin-klao-Brücke auf der sogenannten Thonburi-Seite. Die
Boote werden jedoch
nur noch selten eingesetzt. Eine prachtvolle große Barkenprozession
gab es
u.a. 1996 zum 50 jährigem Thronjubiläum des Königs.
Öffnungszeiten: Täglich von
8.30 - 16.30 Uhr. Hier für alle Interessierte etwas Hintergrundwissen:
Die Barken dienten immer als königliche Transportmittel, wurden
aber auch in
damaligen Zeiten als Kriegsschiffe eingesetzt. Im Jahre 1900 war
die
Barkenflotte so stark von Feuchtigkeit und Insekten zerfressen,
dass König Rama V
eine neue königliche Flotte von Barken bauen ließ.
Mit etwa 45 Metern Länge und 50 Ruderplätzen ist die
Barke des Königs, die
Sri Suphanna Hong (Subana Hongsa), das größte und zugleich
älteste und
prächtigste Schiff. Sie wurde aus einem einzigen Teak-Baum
hergestellt. Am Bug erstreckt sich der
kampfbereit aufgerichtete Kopf des Hongsa (das mystische Ross des
Gottes
Brahma) und endet mit einem hoch aufgerichteten Schwanz. Es ist
als goldener Schwan <Hong (auf alten Münzen abgebildet)>
gestaltet, von dessen Schnabel <die Quaste> herabbaumelt.
Die zweitgrößte Barke, Ananta Nagaraj, etwa 43 Meter
lang, zeigt am Bug eine
siebenköpfige Schlange, das Symbol des Wassers, und hat, ebenso
wie die
anderen Schiffe, elegant geschnitzte Flanken, aufwendige Holzschnitzereien
und
kunstvolle Lackarbeiten. In ihr befindet sich bei jeder Prozession
eine heilige
Buddhastatue. Das dritte Boot, die Anekajati Bhujonga ist mit filigranen
Nagaschlangen verziert.
Der König nimmt unter einem goldenen Baldachin in der Schiffsmitte
Platz;
mehrstufige Ehrenschirme schmücken die Längsachse. Die
Ruderer tragen rote,
goldbesetzte Uniformen und bewegen sich im Rhythmus des Gesangs
eines
Bootsmannes. Ein einmaliges Schauspiel. Vor der Königsbarke
fahren die Boote der hohen
Würdenträger, hinter ihr folgen die Boote mit der Königin,
die des Prinzen
und der Prinzessinnen und die Boote mit den Geschenken für
die Klöster.
Die zahlreichen kleineren Barken sind mit Garuda-,Hanumanfiguren
und anderen
mythischen Fabelwesen geschmückt. Einige transportieren das
Orchester,
andere sind mit Kanonen bestückt. Die Tradition geht bis ins
14. Jahrhundert
zurück und hatte ihre Blütezeit während der Ayuthaya-Dynastie.
Mit welchem Prunk
solch eine Barken-Prozession in der Ayuthaya-Dynastie ablief, beschreibt
der
europäische Zeitgenosse Jodocus Schouten, der 1636 eine dieser
Prozessionen wie
folgt beschreibt:
"Es ist seit alten Zeiten Sitte, dass sich der König
von Siam jedes Jahr um
den Monat Oktober mit großer Pracht und großem Pomp
zu Wasser und zu Lande,
als Triumphator gekleidet, dem Volke zeigt, wobei ihn die Prinzen,
die
Würdenträger und der Adel des ganzen Landes, alle ebenfalls
auf das Kostbarste
gekleidet, begleiten.
Der König besucht an diesem Tage auch die Tempel der Götter,
wo er sich in
Gebeten für sein und seines ganzen Reiches Heil und Wohlfahrt
ergeht und viele
Opfergaben darbringt. Dieser Festzug pflegt folgendermaßen
geordnet zu sein:
zuerst marschieren vom königlichen Palast bis zum Haupttempel
der Reihe nach
ungefähr 200 Elefanten, auf denen je drei bewaffnete Männer
reiten. Dann
kommen viele Musikanten mit Gongs, Flöten und Handpauken und
zugleich 1000 Mann
stark bewaffnete Krieger mit Schilden. Hinter diesen folgen in guter
Ordnung
alle Großen des Reiches zu Pferde, einzelne in goldenen Diademen
glänzend,
und jeder von ihnen mit einer Begleitung von 60, 80 oder 100 Mann
zu Fuß.
Dahinter kommt die Leibwache des Königs, ungefähr 200
Japaner, mit schönen Waffen
und Fahnen und einer Musikkapelle von verschiedenen Instrumenten.
Pferde und Elefanten blitzen von Edelsteinen. Diesen folgen unter
den
Klängen einer lieblichen Musik viele Diener des königlichen
Hofes mit Früchten und
Geschenken beladen, die in den Tempeln dargebracht werden sollen.
Dann kommen
viele Edle des Landes mit gefalteten Händen und einige mit
Diademen
geschmückte Fürsten, von denen einer das goldene königliche
Banner und ein anderer
das goldene Schwert der Gerechtigkeit trägt. Und nun erscheint
in ihrer voller
Pracht, mit kostbaren Gewändern angetan, die Königliche
Majestät selbst, auf
einem schönen Elefanten, unter einem goldenen Thronhimmel,
der von
Lastenträgern auf den Schultern getragen wird, dicht umdrängt
von großen Herren und
Hofleuten. Dem König folgt der Prinz oder Thronerbe mit seinen
Hofleuten. Hinter
diesem kommen die Frauen und Nebenfrauen des Königs mit dem
ganzen Harem,
alle unter kleinen verhängten Baldachinen sitzend, die von
Elefanten getragen
werden. Viele Hofbeamte und 600 bewaffnete Krieger beschließen
den Zug. Alles
zusammengerechnet nehmen 15.000 - 16.000 Menschen an einem solchen
Festzug
teil.
Auf dem Wasser aber ist die Anordnung folgende: Den Zug eröffnen
ungefähr
200 Herren des Hochadels, jeder in einem Boot für sich, unter
einem vergoldeten
zeltartigen Aufbau sitzend, mit 60 bis 80 Ruderern. Ihnen folgen
vier
Fahrzeuge mit Musikanten verschiedener Art, dann, um den Prunk noch
zu steigern, 50
Schiffe des Königs mit bemalten vergoldeten Häuschen und
mit 80 bis 90
Ruderern. Dann kommen, mit je 90 bis 100 Ruderern bemannt, zehn
kunstvolle
kostbare Boote, die ebenso wie die Ruder ganz vergoldet sind. In
dem schönsten sitzt
der König wie ein Götzenbild unter einem vergoldeten Thronhimmel
und ihm zu
Füßen viele Würdenträger mit dem Ausdruck tiefster
Ehrerbietung in Haltung
und Miene. Im hinteren Teil des Bootes hat ein bestimmter Beamter
des Königs
seinen Platz, der den vergoldeten Königsschild trägt.
Darauf folgt der
prinzliche Bruder des Königs, der Thronerbe mit seinem Hofstaat,
alle unter
vergoldeten Baldachinen und seidenen Zelten sitzend. Ihnen schließen
sich die Frauen
des Königs an, von denen jede einzelne in einem Boot für
sich fährt, und der
Harem. Zuletzt kommen noch viele Boote mit Hofbeamten und Adeligen,
so dass
der ganze Aufzug ungefähr aus 400 bis 500 Schiffen besteht
und nicht weniger
als 25.000 bis 30.000 Personen umfasst.
Die Ufer des Flusses sind auf beiden Seiten von Fahrzeugen und
einer
unzählbaren Menschenmenge besetzt, die auf die alleruntertänigste
Weise und mit
geneigtem Haupt und gefalteten Händen dem König ihre Verehrung
und Ehrfurcht
bezeigt.
Wenn der König auf einem seiner großen Boote in einem
Kanal unter einer
Brücke hindurchfuhr, so blieb die Menschenmenge und alle Fahrzeuge
stehen, da es
niemand erdreiste, über die Brücke zu gehen, so lange
ein königliches Boot
sich darunter befand. Im vordersten Teil des königlichen Bootes
steht ein
Hofbeamter mit Pfeil und Bogen. Es ist seine Pflicht, jeden sofort
zu erschießen,
der sich nicht vor dem König niederwirft oder über ihm
steht.
Wenn das königliche Boot erst an einem Tempel anlangt, so
werden erst einige
gelbe Gewänder vor das Tor gebracht und ein Hofbeamter teilt
den Mönchen
mit, dass der König den Tempel besuchen und beschenken wolle.
Das Gefolge des
Königs stellt sich zu beiden Seiten des Tempelgangs auf, der
König wird mit
heimischer Musik durch Blasen von Muscheln und Hörnern bis
zum Tore begleitet.
Wenn der König das Tor des Tempels erreicht, nimmt er einen
Bündel von
Priestergewändern, trägt sie auf beiden Händen in
den Tempel und legt sie dort auf
einen bereitstehenden Tisch. Auf diesen stehen fünf goldene
Blumenvasen, fünf
goldenen Schüsseln mit geröstetem Reis, fünf goldene
Kerzenhalter und fünf
Weihrauchstöcke. Der König kniet vor einem vergoldetem
Altar nieder, wo er für
sich und seines ganzen Reiches Heil und Wohlfahrt erbittet. Nach
Erneuerung
dieses Gelübdes schenkt der König seine Gaben an die Priester
des Tempels.
Der Oberpriester spricht dann zu der Mönchsgemeinde: "Diese
Gewänder sind
uns vom König gegeben worden, welcher in seiner außerordentlichen
Güte und
Rechtlichkeit selbst herabgestiegen und hierher gekommen ist, um
uns diese
Kleider zu schenken, einer Gemeinde buddhistischer Priester, ohne
Bezeichnung
irgendeiner besonderen Person, von der sie getragen werden".
Darauf verteilen die Priester die Gewänder und die anderen
Gaben unter sich,
beugen sich nieder und verehren Buddha. Außer den Gewändern
erhalten die
Priester noch Geschenke, die sie zum Lebensunterhalt brauchen, wie
Bettzeug,
Tafelgerät, auch Boote. Der König verlässt darauf
den Tempel, während die
Priester einen Segen in der alten Pali-Sprache über ihn sprechen,
nachdem er vorher
noch einmal die Dreifaltigkeit des Buddha verehrt hat". Ich
hoffe, dass auch
diese wichtigen historischen Hintergründe einige Fragen beantworten
konnten.
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Das Nationalmuseum
Das Nationalmuseum in Bangkok gehört zu den bedeutendsten
Museen ganz
Südostasiens. Es liegt keine fünf Gehminuten vom Königspalast
entfernt und besteht
aus mehreren sehenswerten, alten Gebäuden und modernen Anbauten
und zeigt in
42 Räumen unzählige Exponate von der Frühzeit bis
zur Kunst der Bangkokzeit.
Es bietet einen reichhaltigen Einblick in die Geschichte Thailands.
Bis zur Mitte der 70er Jahre war es das einzige Museum Thailands.
Inzwischen
hat das Department of Arts, die thailändische Kunstbehörde,
eine Reihe von
weiteren Museen im ganzen Land gegründet, da man die archäologischen
und
kunsthistorischen Funde in der Nähe des Fundortes ausgestellt
haben möchte.
Die Ausstellungen zeigen einen Querschnitt durch insgesamt 10.000
Jahre
thailändischer Geschichte: von den ersten Spuren jungsteinzeitlicher
Menschen bis
zu jüngsten Gegenwart. Das kulturelle Erbe Thailands ist sehr
beeindruckend.
Ein unbedingtes Muss sind z.B. die Leichenwagen im Saal 17. Der
größte davon
ist 12 Meter hoch und wiegt etwa 20 Tonnen. 290 Leute sollen nötig
gewesen
sein, um ihn zu bewegen. Das weitere Inventar ist beachtenswert:
Statuen,
Figuren, Kleider, Malereien, Spiele, Waffen, Briefmarken, Münzen
und Geldscheine,
königliche Insignien, Bootsmodelle, Fahnen, Kuriositäten,
Kunsthistorische
Gegenstände aus der Sukhothai- und Ayuthaya-Dynastie, des Buddhismus,
hinduistische Gottheiten, viele religiöse Objekte, Geschenke
der Könige von
ausländischen Gästen, Elefantensättel, Teile vom
Goldschatz aus Ayuthaya, Utensilien
für Theater, Kostüme, Porzellan und Keramik. Fast alle
Ausstellungsstücke sind
mit kleinen Schildchen in Thailändisch und Englisch beschriftet.
Jeder, der
sich über die Kultur und Kunstgeschichte Thailands informieren
will, findet im
Nationalmuseum eine wirklich eindrucksvolle Sammlung von Kunstschätzen
des
Landes.
Für eine Besichtigung der historischen Gebäude und der
Sammlungen sollte man
viel Zeit und Ausdauer mitbringen. Das Fotografieren ist sehr stark
eingeschränkt und wird überwacht. Gewöhnlich wird
einmal die Woche auch eine
deutschsprachige Führung angeboten, die etwas über eine
Stunde dauert.
Sehr beeindruckend ist auch das sogenannte Rote Haus auf dem Museumsgelände.
Ein altes Haus mit bewegter Geschichte. Hinter der Audienzhalle
liegt dieses
kleine, unscheinbare, rote haus, Tamnak Daeng genannt. Das Rote
Haus erbaute
Rama I für eine ältere Schwester, wo aber auch mehrere
Prinzessinnen und
Konkubinen lebten. Das gut erhaltene Gebäude im traditionellen
Thai-Stil ist mit
Gegenständen aus der frühen Bangkok-Periode eingerichtet.
Es hat Name und
Farbe von einem Pflanzenpigment, mit dem das Baumaterial, Teakholz,
angestrichen wurde.
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Wat Arun
Der Wat Arun, Tempel der Morgenröte, ist mit einer Höhe
von ca. 80 Metern
nicht nur eines der höchsten religiösen Bauwerke Thailands,
sondern auch das
bekannteste Wahrzeichen Bangkoks im Stadtteil Thonburi.
Als König <Taaksin> nach der Zerstörung von Ayuthaya
die neue, vorläufige
Hauptstadt in Thonburi gründete, stand bereits an dieser Stelle
ein älterer Tempel
mit dem Namen Wat Chaeng. (Nach einer anderen Version hieß
er Wat Makok.) Zu
dieser Zeit war dieser Wat bereits reparaturanfällig. Der König
fasste den
Entschluss, ihn zu vergrößern und seinen Mittelturm von
15 Metern auf die
heutige Höhe zu bringen. Der Umbau dauerte wegen des weichen
Bodens in Flussnähe so
viele Jahre, dass König Taaksin selber die Vollendung nicht
erleben konnte. So
wurde Wat Arun erst unter der Regierungszeit von Rama III 1824-1851)
fertiggestellt.
Die architektonischen Leistungen der damaligen Zeit waren meisterhaft.
Um
den Unterbau auf dem schwammigen Boden genügend zu festigen,
wurden nicht nur
lange Teakholzstämme in den Boden gerammt, sondern man legte
die Hölzer
gitterförmig übereinander und füllte alles mit Steinbrocken
und Tonerde. Dieses
Gemisch wurde dann zu zementartiger Festigkeit zusammengestampft.
So erhielt
der Wat Arun ein stabiles Fundament.
Der Mittelturm (Prang) ist vollständig mit einzementierten
bunten Stücken
chinesischen Porzellans bedeckt. Die Erbauer hatten aber nicht genügend
Porzellan für das große Bauwerk, und so sah sich zuletzt
der dritte Chakri-König,
Rama III, gezwungen, seine Untertanen zu verpflichten, jedes Stück
zerbrochenes Porzellans für die Vollendung der Tempeldekoration
abzuliefern. Auf diese
Weise wurden die fehlenden, großen Mengen von Porzellanstücken
beigebracht.
Wat Arun symbolisiert das buddhistische Universum: Der große
Prang stellt
den Berg Meru dar, auf dem die Welt ruht, die ihn umgebenden vier
kleineren
Prangs verkörpern die vier Weltmeere. An der unteren Terrasse
des Haupt-Prang
befinden sich vier Pavillons, die die vier Höhepunkte aus dem
Leben des Buddhas
versinnlichen: Geburt, Erleuchtung, erste Bekehrung und Tod. Auch
findet man
hier den hinduistischen Gott Indra auf dem dreiköpfigen Elefanten
Erawan,
sowie eine Mondgottheit auf einem weißen Pferd.
Der Tempel der Morgenröte liegt am Westufer des Chao Phaya.
Man erreicht ihn
entweder über die Arun Amarin Road oder mit einem sogenannten
Wasser-Taxi
von Tha Tien (Tien-Pier) beim Wat Pho, oder jeder anderen Landungsbrücke.
Dort
angekommen, muss man die geringe Eintrittsgebühr von 20 Baht
entrichten. Auf
vier steilen Treppen, zum Teil ohne Geländer, kann man den
Tempel bis zu etwa
der halben Höhe ersteigen, und hat eine wunderbare Aussicht
über das
Tempelgelände, den Chao Phaya und die Stadt.
Vieles ist sehenswert: Die große Vielfalt der Porzellanbruchstücke,
zahlreiche merkwürdige Figuren aus ehemaligen chinesischen
Handelsschiffen, zarte
Vogelmädchen (Kinnaris), la-chende, chinesische Wärterfiguren,
Affen,
Garuda-Vogelmenschen und die typischen The-vadas, die mit Kopf und
Arme die riesigen
Türme tragen. Im Innern des Bot können schöne Wandgemälde
besichtigt werden.
Ein sehenswertes Ziel für jeden Besucher Bangkoks.
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Wat Benchamabopit
Das alte Siam wurde einst schwärmerisch als das Land der tausend
Tempel
bezeichnet. Heute sind es nach offiziellen Angaben fast 40.000 Wats,
die im
ganzen Land verstreut sind und zu den interessantesten, kulturellen
Höhepunkten
eines Besuches gelten. In diesen Wats leben rund 240.000 Mönche
und 100.000
Novizen. Wenn man erfahren möchte wie man im Land des Lächelns
denkt und fühlt,
so sollte man auch die tagtägliche Aktivitäten in einem
Wat beobachten. Die
allgemeine Bezeichnung Tempel ist dabei nicht ganz korrekt, hat
sich jedoch im
europäischen Sprachgebrauch so eingebürgert. Einen Wat
sollte man eher mit
einer Klosteranlage vergleichen und bezeichnen.
Verlässt man die Royal Plaza ostwärts auf der Sri Ayuthaya
Road, gelangt man
zu einem der schönsten Wats Bangkoks: Wat Benchamabopit. Dieser
königliche
Wat ist eine der jüngsten religiösen Einrichtungen Bangkoks.
1899 legte König
Chulalongkorn (Rama V) den Grundstein zu diesem Wat, dass als Ersatz
für ein
kleiner, älterer Wat, dass dem Garten um die ländliche
Chitralada-Residenz
weichen musste, gebaut wurde. Er beließ es jedoch beim alten
Namen, der
eigentlich fünf Prinzen bedeutet. Da der König, gleich
nach seinem 20. Geburtstag
gekrönt, sich als "Bikkhu" für einige Zeit in
das ältere Kloster südlich des
eigentlichen Wats zurückzog (1873), nennen die Thais es seitdem
Wat der fünf
Könige oder auch in der Kurzform Wat Bencha.
Es ist eines der ungewöhnlichsten königlichen Bauten
Bangkoks, denn der
Architekt, Prinz Narisaranuwatiwongse, ein Halbbruder des Königs,
hielt sich
keineswegs streng an den traditionellen Stil. Es beeindruckt die
gelungene
Verbindung von europäischen und traditionellen thailändischen
Stilelementen.
Für das Hauptgebäude wurde ausschließlich italienischer
Carraramamor
verwendet. Deshalb gaben ihm Europäer den Namen Mamortempel.
Ungewöhnlich sind auch
die gelben chinesischen Ziegeldächer. Zwei riesige Marmorlöwen
(singha)
bewachen die schwere Eingangstür aus hartem Teakholz zur Hauptkapelle.
Der mit
Marmorplatten ausgelegte Hof des Wats erinnert an die italienische
Renaissance.
Versuchen Sie unbedingt am frühen Morgen hierher zu kommen,
wenn die Mönche
sich in der Kapelle versammeln, um zu beten.
In der Galerie rund um den Hof des Wat Benchamabopit befinden sich
53
Buddhastatuen aus den verschiedensten Perioden. Jede Stilrichtung
des
thailändischen Buddhismus ist hier vertreten, ebenso wie Beispiele
aus China, Indien, Sri
Lanka, Tibet und Japan. Einige sind Originale, andere Kopien, alle
jedoch
einheitlich knapp lebensgroß. Das Hauptstandbild ist eine
Kopie des berühmten
Phra Buddha Chinaraj aus Phitsanulok. Beim rückwärtigen
Eingang zum Hof des
Wats steht ein riesiger Bodhibaum, der fast 80 Jahre alt ist. Er
wurde hier als
Setzling eines Bodhibaumes aus Südthailand eingepflanzt, der
von Buddhas
Geburtsort in Indien, nach Thailand gebracht worden war. Im Innern
des
Hauptgebäudes erwartet uns ein wundervoller Dekor aus Gold
und Lack. Auf dem Altar
hütet ein riesiger Buddha die Asche des 1910 verstorbenen Rama
V.
Ein Kanal mit Wasserschildkröten, Symbol für langes Leben,
trennt die
religiösen Gebäude von den Wohnquartieren der Mönche.
Hier residiert auch der
Patriarch von Thailand, der höchste buddhistische Würdenträger
des Landes. Täglich
von 9.00-17.00 Uhr geöffnet.
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